Buchrezension zu „Die Schuld jenes Sommers“ von Katherine Webb (Diana Verlag)

Inhalt:

Im Jahre 1942 herrscht auch in Bath Angst und Unruhe. Denn auch hier landen Bomben von den Deutschen. Nun wird auch noch ein kleiner Junge, Davy plötzlich vermisst und sein Kindermädchen Francis ist völlig aufgelöst. Gerade dieses Verschwinden erinnert sie an den Tag vor vierundzwanzig Jahren, als auch ihre beste Freundin Wyn spurlos verschwunden ist.

Doch nun taucht die verschollene Leiche von Wyn durch einen Einschlag von einer Bombe auf. Frances wird von ihrer Vergangenheit eingeholt und muss sich ihren Erinnerungen stellen. Fragen über Fragen, was damals wirklich passiert ist und ob Davy wieder auftauchen wird.

Meine Meinung:

Handlung:

Die Geschichte beginnt im Jahre 1942 und dem Tag der Bombardierung von Bath. Frances ist eine junge ledige Frau die auf den oft auf den kleinen Dav yaufpasst. Doch auch Francis muss mal Luft schnappen um an die alten Zeiten mit ihrer damaligen besten Freundin Wyn zu denken. So gibt sie für ein paar Stunden ihren Schützling einem netten älteren Ehepaar ab. Doch kurze Zeit später treffen die Bomben ein. Alles gerät durcheinander und es herrscht Angst und Schrecken. Am nächsten Tag stellt sich heraus, dass das Haus in dem Davy war, zerstört wurde und die Leichen des Ehepaars gefunden wurden, doch Davy bleibt verschollen.

Francis macht sich natürlich fürchterliche Vorwürfe, da sie auf den kleinen doch aufpassen sollte. Auch seine Mutter und deren Familie sind mehr als bestürzt und geben Frances die Schuld.

Als wäre das alles nicht genug, taucht auch noch die Leiche der damals verschollenen Wyn auf.

Nun stellt sich Frances immer mehr Fragen über deren gemeinsame Vergangenheit und weiß dass die beiden ein Geheimnis hatten. Doch sie kann sich nicht mehr an alles erinnern und versucht ihren Erinnerungen hinterherzujagen.

So kommt es auch in den Kapiteln zu Abschnitten von Frances Vergangenheit und deren Kindheit mit Wyn. Nach und nach werden die Geheimnisse aufgedeckt und die Schleier lüften sich.

Ich finde den Aufbau der Geschichte wirklich klasse beschrieben.

Man ist vollkommen in dem Feeling von 1942 und fiebert mit Frances mit. Auf der Suche nach Davy und auch der Frage was damals mit ihrer besten Freundin genau passiert ist. Auch die Schuld, dass ein Unschuldiger damals sterben musste, belastet Frances sehr. Es spitzt sich schließlich zum Höhepunkt an dem sich Frances an mehr und mehr erinnert und es zum Showdown kommt. Hier hat mir die aufbauende Spannung sehr zugesagt und diese kam immer an den richtigen Stellen.

Das Ende ist für mich doch überraschend gewesen und auch etwas traurig und völlig zufrieden stellend.

Ich finde die Handlung und auch den Verlauf der Geschichte sehr anschaulich und gut beschrieben und habe auch an den eher ruhigen Stellen mit Frances mitgefiebert und gehofft, dass sie Wahrheit ans Licht kommen wird.

Charaktere:

Frances ist eine sehr starke Person. Trotz zu den schweren Zeiten und auch einer traumatischen Kindheit ist sie ihrer Meinung treu und macht was sie für richtig hält. Zwar ist sie auch etwas verschlossen und doch auch eigen, dennoch ist sie auch sehr liebevoll, treu und mutig. Ich bin beeindruckt, dass sie sich nicht abhalten lies und gerade ihre Taten gegenüber einen Unschuldigen finde ich sehr respektvoll.

Wyn ist die beste Freundin von Frances in Kindertagen vor vielen Jahren. Wyn ist ein richtiger Wirbelwind und hat trotz schwierigen Verhältnissen eine lustige und liebe Art.

Carys ist die Mutter von Davy und die ältere Schwester von Wyn. Sie ist ständig besoffen und kümmert sich sehr wenig um ihre Kinder. Doch im Laufe der Geschichte bekommt man einen Einblick in ihr Leben und warum sie so geworden ist wie nun ist.

Frances Tante ist mir besonders ans Herz gewachsen, sie ist ein bisschen wie Frances und geht eisern ihren Weg. Auch finde ich es richtig toll wie sie zu ihrer Nichte steht.

Die weiteren Nebencharaktere erhalten alle sehr wichtige und auch bedeutende Rollen. Auch ich habe so beim Lesen meine Verdächtigten gehabt, bin aber dennoch nicht auf die Lösung gekommen.

Setting:

Das Setting spielt sich in Bath, England ab. In der Zeit 1942 herrschte Krieg und ich finde dies wurde sehr anschaulich und auch realistisch beschrieben. Auch die damaligen Begebenheiten sind wirklich toll beschrieben worden. Ich bin direkt in der Zeit gewesen und konnte mir bildlich vorstellen, was sich gerade abspielt.

Schreibstil:

Dieser ist trotz der schwierigen Situation im Buch, leicht zu lesen. Ich bin in das Buch geflogen und an der Seite von Frances geschritten, während sie auf der Suche nach der Lösung war. Auch die Spannung kommt in dem Buch nicht zu kurz und spitzt sich schließlich zu. Was mir auch besonders gefallen hat, sind die Charaktere. Jeder hat so eine wichtige Rolle bekommen und auch was es mit dem Geheimnis von Frances und Wyn auf sich hat, ist wahnsinnig gut beschrieben worden. Katherine Webb schafft es durch ihre Roman durch die Zeit etwas ganz besonderes zu erschaffen und Leser in diese Welt mitzunehmen.

Cover:

Auch dieses ist schön gestaltet worden. Eine Wiese und ein Weg, welcher zu einem Haus führt. Im Hintergrund erkennt man eine Stadt. Der Himmel wirkt wie bei einem Sonnenuntergang. Obwohl das Cover nicht viel verrät, passt es dennoch zur Geschichte.

Mein Fazit:

Ein gelungener historischer Krimi und Roman welcher mich in die Zeit eintauchen lassen hat. Gerade das Ende hat es nochmal in sich und auch die Charaktere versprechen den Lesern gute Unterhaltung. Ich finde dies spricht für 4 von 5 Sternen, da ich gut unterhalten wurde, aber ich dennoch nicht völlig geflasht bin.

Vielen Dank an Lovelybooks und an den Diana Verlag für das Leseexemplar <3.

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Das Buch kannst du selber hier schnell erwerben 🙂

Randinformationen:

Seiten: 464 Buchseiten

UVP: 20,00€ Hardcover und 15,99€ Ebook

ISBN: 978 3 453 292 086

Verlag: Diana (14.10.2019)

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